Archiv
zeitlich rückwärts- oder vorwärtsblättern

Michele Govi, Fotografin Sabine Burger

La Traviata
(anstelle von Clemenza di Tito)
Freitag, 19. Februar 2016, 19:30 Uhr

Oper in drei Akten von Giuseppe Verdi
Theater Orchester Biel Solothurn (TOBS)

Libretto: Francesco Maria Piave
musikalische Leitung: Jérôme Pillement
Inszenierung, Bühnenbild und Kostüme: Louis Désiré

Ende der Aufführung gegen 21:50 Uhr, Pause etwa von 20:35 bis 20:55 Uhr

Dieses Stück ist eine Sensation. Andere Komponisten mögen noch schillernder über die Liebe geschrieben haben, noch tiefschürfender, ätherischer, feiner nuanciert. Aber keiner hat mit seiner Musik und der Handlung, die auf ihren Schultern steht, mehr Menschen erreicht. Und, davon muss man ausgehen, getroffen und berührt. Die Geschichte über die Liebe zwischen der todkranken Violetta Valéry und Alfredo Germont gehört seit Jahrzehnten zu den meistgespielten und bestbesuchten Opern der Welt. Der Grund dafür liegt in ihr selbst: Die Oper ist ihren Zuschauern so nah wie kaum eine andere. Sie handelt von der Angst, ins Nichts zu fallen, die Sorge, dass plötzlich alles vorbei sein könnte – und der Hoffnung darauf, dass doch noch alles gut werden wird. Das ist alles. Es ist die Formel, nach der auch die Kunst funktioniert, das Leben, jeder Tag, und jeder einzelne Abend auf der Opernbühne. «La Traviata» hat Verdi seinen Zuschauern ins Herz geschrieben – wer über Violetta weint, weint über sich selbst. (von https://www.tobs.ch/de/musiktheater/stuecke/stueck/prod/169/)