Archiv
zeitlich rückwärts- oder vorwärtsblättern

Don Giovanni © Simon Howar     

Don Giovanni

Mittwoch, 3. Dezember 2014, 1930 Uhr

Oper von Wolfang Amadeus Mozart
Opéra des champs, Bulle
Musikalischer Leiter: Olivier Murith
Chorleiter: Fabien Volery
mit deutschen und französischen Untertiteln

Don Giovanni bildet einen Höhepunkt im Opernschaffen Mozarts und zeigt sein ganzes Genie auf. Don Giovanni ist ein wahres Meisterwerg und Richard Wager geht sogar soweit, dass er Don Giovanni als «Oper der Opern» bezeichnete.

Die Musik schildert einen Liebhaber, der die geltenden Moralbegriffe verletzt, aber auch zur grosser Leidenschaft fähig ist. Don Giovanni ist nach der Hochzeit des Figaro für die Oper in Prag geschrieben worden. Der damals 31-jährige Mozart leitete die Uraufführung im Oktober 1787 selbst. Das italienische Textbuch hatte ihm Lorenzo da Ponte geschrieben und dabei auf eine im Januar 1787 in Venedig aufgeführte Oper zurückgegriffen. Den Mittelpunkt bildet die faszinierende und skrupellose Gestalt des Frauenverführers aus Sevilla. In dieses Geschehen reisst er seine Umgebung mit hinein: Donna Anna, die Tochter des Komturs, die er zu verführen versucht und deren Vater er im Zweikampf tötet. Donna Elvira, die er verlassen hat und die zwischen Liebe und Hass schwankt. Zerline, ein junges Bauernmädchen vom Lande, das seiner Werbung fast erliegt. Don Giovanni verkörpert eine Naturgewalt ohne Empfinden für Moral und Verantwortung. Sein Lebensziel ist es, dasjenige weibliche Wesen zu erobern, in das er momentan verliebt ist. Don Giovannis Gegenspieler ist der Komtur, der Inbegriff von Sitte und Gerechtigkeit. Die Flammen der Hölle verschlingen Don Giovanni, als er das steinerne Grabdenkmal des von ihm ermordeten Komturs vom Friedhof zum Gastmahl einlädt und den Ruf zur Busse und Reue mit 3-maligem «Nein» zurückweist. Sein Diener Leporello spielt die Rolle des Harlekins aus der alten Volkskomödie.

«Opéra des champs» ist der einzige Verein im Greyerzbezirk, der sich der Förderung der Oper bei einem breiteren Publikum verschrieben hat. Der Verein produziert alle zwei Jahre eine Oper und engagiert dabei insbesondere professionelle SängerInnen sowie MusikerInnen aus der Region. 2005 gegründet unter dem Namen «Opéra de Poche» führte der Verein gleichenjahrs La Serva Padrona von Pergolesi auf. 2008 folgte L’inganno Felice von Rossini, 2010 Hänsel und Gretel von Humperdinck und nahm an der «Fête de la Musique» in Bulle teil.