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Harry Belafonte Story 

Harry Belafonte Story

Donnerstag, 29. November 2012, 1930 Uhr

Schauspiel mit Musik von Gerold Theobalt mit der Musik von Harry Belafonte
Regie Birgit Simmler
Musikalische Leitung Thomas E. Killinger
Choreographie Michael Schmieder
Theatergastspiele Kempf Grünewald (D)
Harry Belafonte: Ron Williams
Julie Robinson-Belafonte: Angela Roy
Angel: Dominique Siassia
Charly Duke, Clubbesitzer: Gerhard Haase-Hindenberg
Steve, junger Sänger:  Karsten Kenzel
Keyboard: Thomas E. Killinger

Wer kennt sie nicht, die Welthits «Day-O», «The Banana Boat Song» oder «Island in the Sun»? Harry Belafontes bewegtes Leben, der King of Calypso, wird entlang seiner wundervollen Songs reflektiert.

Ron Williams und Angela Roy präsentieren in der Harry Belafonte Story die aufregende Lebensgeschichte des New Yorker Sängers, der sich an der Seite seines Freundes Martin Luther King in der Bürgerrechtsbewegung, gegen den Vietnamkrieg und die Apartheid in Südafrika engagierte.

Harry Belafonte betritt nach vielen Jahren den kleinen Club, in dem er als junger Mann gejobbt hat. Der Clubbesitzer Charly erkennt den berühmten Gast. Schon ist der Zuschauer mitten in der mitreissenden Geschichte von Harry Belafonte. Schliesslich betritt Harrys Frau Julie den Club und steuert ihre Sicht auf die Lebensgeschichte ihres Mannes bei – ein Leben, das nicht nur von beispiellosem, künstlerischem und kommerziellem Erfolg geprägt ist, sondern zugleich untrennbar verbunden bleibt mit der Geschichte der Bürgerrechtsbewegung. In dem Schauspiel wird das Leben des Künstlers entlang seiner wundervollen Songs reflektiert. Das musikalische Material umfasst seine weltbekannten Calypso-Hits, die Protestlieder und Gospels der Bürgerrechtsbewegung, Folksongs sowie klassische Bluesballaden.

Harry Belafonte wird 1927 in Harlem, New York als Kind eines schwarzen Seemanns und einer jamaikanischen Putzfrau geboren. Als Kind lernte Harry in Jamaika den weich swingenden Calypso, die Musik der karibischen Fischer kennen. In New York startet er dann seine Karriere als Schauspieler, wird aber durch den damaligen «Kommunistenfresser» Senator McCarthy ausgebremst. Belafonte wird vorgeladen, verweigert die Aussage und landet schliesslich auf der «Black List», was zur Folge hatte, dass er keine Engagements mehr bekam. «Wenn ich nicht schauspielern darf, dann singe ich eben», fasste er als Entschluss für seinen weiteren Weg. Er wird zum wichtigsten Freund des Bürgerrechtlers Dr. Martin Luther King und zum prominenten Hassobjekt des Ku-Klux-Klan.

In den 1950er Jahren wird er mit dem « Banana Boat Song » berühmt. Er erhielt eine eigene Fernsehshow, mit der ihm die Überschreitung der Rassentrennung im amerikanischen Fernsehen gelang. Als Schauspieler wirkte er in zahlreichen Kinofilmen mit, in den 1950er Jahren machte er dann den Calypso-Sound aus Trinidad in den USA und Europa populär. Belafonte verkaufte über 150 Millionen Tonträger, er erhielt einen Tony Award und wurde ebenfalls mit einem Grammy Award ausgezeichnet.

Mit seinem Einsatz für die schwarze Bürgerrechtsbewegung, seinem grossen humanitären Engagement und dem Dasein als Aktivist der Friedens- und Anti-Atomkraft-Bewegung macht sich Belafonte durch internationale Auftritte einen Namen. Zu Beginn der 1980er Jahre wandte er sich an Michael Jackson, Lionel Richie und Quincy Jones mit der Idee, eine Benefizsingle für die hungernde Bevölkerung in Afrika aufzunehmen. In einer Session mit anderen bekannten Musikern entstand dann « We Are The World », das sich millionenfach verkaufte. Seit 1987 ist Harry Belafonte Botschafter des Guten Willens der UNICEF.