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Barbier von Sevilla 

Barbier von Sevilla

Freitag, 28. September 2012, 1930 Uhr

von Gioacchino Rossini · Opera Buffa in 2 Akten, in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Libretto von Cesare Sterbini nach dem gleichnamigen Lustspiel von Pierre-Augustin Caron de Beaumarchais
Eine Aufführung der Kammeroper Prag
Musikalische Leitung Norbert Baxa
Inszenierung und Ausstattung Martin Otava, Robert Remeselnik, Pavel Klecka, Ludmila Vernerová, Jiri KubÍk, Pavel Vancura, Jiri Brückler, Lucie Hajková, Jan Honcu
Solisten, Chor und Orchester der Kammeroper Prag

Die « Figaro-Vorlage » des beliebten Beaumarchais vertonend, ging es dem 24-jährigen Rossini 1815 anders als Mozart oder Paisiello in erster Linie darum, die klassischen Figuren der Komödienwelt zu beschwören: den geprellten Vormund, den pfiffigen Allrounder Figaro, die schnippische Rosina, den intriganten Basilio und den in Liebe schmachtenden Grafen.

Rossinis Musik, die ebenso leicht wie kontrastreich dahin läuft, in der Grazie und Übermut, Arien und plapperndes Parlando sich mit Tempo, Witz und Kantabilität verbinden, ist und bleibt unwiderstehlich.

«Martin Otava hat eine Inszenierung vorgelegt, die bis ins kleinste Detail der Gesten, Mimik, dem spielerischen Einbezug diverser Requisiten, aufgeteilt in Figurenführung und Situationskomik zu Hochformen auflief.» (Die Rheinpfalz)

Der Barbier von Sevilla ist eine der beliebtesten Opern, voller Komik, die ihre darunter liegende Ernsthaftigkeit nie verliert. Rossini war ein musikalischer Könner: «Wie kein anderer wusste er, was das Publikum und vor allen Dingen die Sänger ersehnten: prestigeträchtige, virtuose Arien, einfallsreiche, grosse Ensembles und bombastische Zwischenmusiken. Eine Oper aus der Hand Rossinis ist wie ein rauschendes Klangfest, das kurzweilig von einem Höhepunkt zum nächsten rast.» (Stern, Kultur 2009)

Rosina, ein junges, bürgerliches Mädchen, das eine reiche Erbschaft erwartet, wird von zwei Männern umworben: Von Graf Almaviva, der Rosina wegen ihrer Schönheit begehrt, und von ihrem Vormund, Doktor Bartolo, der sich Hoffnungen auf die Erbschaft macht und Rosina deswegen streng bewacht. Durch allerlei Intrigen, die Figaro, der Barbier von Sevilla, anzettelt, gelingt es Almaviva schliesslich, Rosina zu heiraten.

Ein höchst vergnüglicher « Barbier », bei dem auch laut gelacht werden darf! Martin Otavas Inszenierung bereitet allen grossen Spass: Publikum, Kritikern und sogar den Protagonisten selbst. Das sieht man!